Rikuchans Blog

Kurzgeschichten

Schlafen

Titel: Schlafen
Autor: Rikuchan
Genre: Alltag

Kommentar: Und noch eines ^^

Read & Review please
Lg, yours Riku

 

 

„Nächste Haltestelle Finkenallee .“, ertönte es von Lautsprechern monoton. Müde öffnete ich meine Augen. Die Innenlichter des Busses gaben mildes Licht von sich. Ich saß hinten um Bus, mit dem Kopf an der Fensterscheibe gelehnt, zusammen gesunken auf einem Platz. Mein Blick glitt nach draußen. Es herrschte völlige Dunkelheit. Die Sonne war noch nicht am Horizont zu sehen. Und für den Mond war es noch nicht Zeit sich zu verabschieden. Dieser würde noch eine Weile zu sehen sein.

Straßenlaternen ließen den Raum im Bus beim vorbeifahren wie ein Scanngerät durchleuchten. Sonst gab es keine Lichtquellen. Ich sah wieder nach vorne. Es waren nicht viele im Bus.
Vorne links saßen zwei Jungen, die sich zu Unterhalten schienen. Jeden Morgen begegnete ich sie. Sie gehen auch auf meine Schule, in einen der höheren Klassen. Welche genau das war, weiß ich nicht. Ich beachtete sie nie. Warum auch? Ich hatte nie einen Grund gehabt mit ihnen zu reden. Und zu stören schien es den beiden auch nicht. Warum dann etwas ändern?

Rechts auf der anderen Seite war ein junger Mann, der interessiert eine Zeitung durchforstete. Einen Platz dahinter saß eine Frau, die wohl gerade auf dem Weg zu Arbeit war. Zu guter Letzt saß schräg neben mir ein Junge. Dem Aussehen nach zu urteilen, war er etwa in meinem Alter. Also ungefähr sechzehn. Er saß mit aus gesteckten Beinen auf seinem Sitz und ließ seinem Kopf taktvoll im Rhythmus der Musik, die durch seine Kopfhörern klang, auf und ab schwingen. Die Musik konnte ich selbst von meinem Platz aus mithören. Zwar verstand ich den Text des Liedes nicht genau, doch dafür konnte ich sehr gut die Musikrichtung identifizieren. Rock. Zumindest etwas Gutes. Endlich mal das erste positive Ereignis des Tag.

Ich schloss meine Augen. Weit weg. Nur für einen kurzen Augenblick. Alles um mich herum mal abstellen. Nur für einen Moment. Einfach alles vergessen und in meine eigene Welt versinken. Um neue Kraft zu tanken und für den Rest des Tages durch zu starten.

Schlafen.

1 Kommentar 3.7.07 21:20, kommentieren